Rückblick auf Veranstaltungen bei Defacto Art

Sonntag, 25. April, 17 Uhr: die musikalische Enthüllung des Travegeists ROGGENBUK

Der Roggenbuk, ein Wassertroll , der in der Trave wohnt, wird von Peter Fischer zum irdischen Leben in einer stählernen Gestalt erweckt und blickt aus seiner Höhe von über zwei Metern auf Trave, Stadt und Menschen. Der Troll sorgt auch für eine Uraufführung. Uraufführungen wohnt immer etwas Magische inne, besonders, wenn sie einen eher mystischen Hintergrund haben. Der Lübecker Komponist Michael Töpel wird den Lübeckern sein für die Enthüllung des Kunstwerkes frisch komponiertes Streichertrio „ Roggenbuk“ für Violine, Viola und Cello vorstellen. Die Leiterin des Theater Combinale, Sigrid Dettlof wird aus dem Roman „ Stadt aus Rauch“ von Svealena Kutschke Abschnitte lesen, in denen der Roggenbuk erwähnt wird. Für die Veranstaltung werden ausnahmslos alle dann geltenden pandemischen Hygienevorschriften eingehalten.

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Michael Töpel entsprach einer Bitte von Peter Fischer, dem Roggenbuk einen besonderen musikalischen Hintergrund zu geben. Die noch nie gehörte Musik bildet den Roggenbuk in vier Sätzen ab: Portrait, Apercu, Clou und Pas de trois. Einige Überraschungen für die Gäste hat der Komponist dabei durchaus noch im Köcher. „Kein Stück von Trauer“, sagt er. Es spielen Jan Baruschke – Violine, Annette Töpel – Viola, Cem Cetinkaya – Violoncello.

Die Idee, den Roggenbuk Gestalt werden zu lassen, entstand bei Peter Fischer nach der Lesung von Svealena Kutschke aus ihrem Lübeck-Roman „Stadt aus Rauch“. In diesem Roman zeichnet die Autorin über drei Generationen ein Lübeck, das das Gegenstück zu Thomas Manns Buddenbrooks sein könnte: Lübeck aus der Sicht der engen Gassen, der Armut, Abhängigkeiten und Not und im festen Griff politischer Zeitläufte, denen die Menschen ausgesetzt sind. Hinter allem Geschehen taucht der Roggenbuk auf als ein zeitloses Wesen, dessen Aktivitäten allein im träge lauernden Beobachten liegt. Die Leiterin des Theater Combinale, Sigrid Dettlof wird aus dem Roman Abschnitte lesen, in denen der Roggenbuk erwähnt wird. „ Die alte Trave wird Augen machen, den Troll nun direkt am Holstentor zu sehen“ sagt Peter Fischer voraus. {/u}

Ein Wiederanfahren mit der Ausstellung „AUFBRUCH- UMBRUCH“, 24. April - 14. Mai

Der Agonie der pandemischen Kunststille setzt die Kunsttankstelle ein zukunftsgerichtetes Zeichen entgegen.

Hier wird kein Stillstand, sondern Aufbruch thematisiert, der zu einem neuen Denken und zum Umbruch führen kann. Künstler aus den verschiedensten Genres zeigen Bilder, Fotografien, Installationen, Skulpturen und schöne gedrechselte Holzkunst. Von der Decke hängt ein Foucaultsches Pendel, das Corofoucault, von Peter Fischer. Es killt - so Peter Fischer – mit seinem Granitfisch am fünf Meter langen Pendelseil jeden Hotspot der Welt. Aufbruch pur!

Gezeigt werden auch Arbeiten von Marie Eufe, Ulrich Fischer, Iris Frahm, Marion Frehse, Thomas Friedrich, Barbara Heuer, Gitesh Klatt, Clemens Knaack, Andrea Liske, Jasna Maria Meyer, Britta Nagel, Sabrina Peters, Detlef Radenbach, Leena Römer, Sigrun Schäfer, Gabriele Schau, Thomas Schmitt-Schech, Susanne Stoll, Norbert Schwarzschulz, Fabian Syrbe, Susan T. (Thomas), Janine Turan, Dominik Wilke, Birte Wördemann

Die Öffnungszeiten bis zum 14.5. sind Do/Fr 15-18 und Sa/So 11-16 Uhr, unter Beachtung der dann geltenden Corona-Regularien.

Zu der Ausstellung gab es auch eine gute Beschreibung in Unser Lübeck und einen Artikel in den Lübecker Nachrichten.

Am Sonntag, 16.05., um 16 Uhr, Ninon Gloger und Bettina Ullrich: „Paris mon amour“ – eine Reise durch die Zeit

 

Das Duo Elysée, Bettina Ullrich und Ninon Gloger, tritt eine magische Reise in die Vergangenheit an: in das Paris des 20.Jahrhunderts: Eine Zeit der vielfältigsten Möglichkeiten. Orte sind die berühmten Salons, in denen sich Künstler und Intellektuelle zum Austausch treffen. Der Phantasie des Publikums sind auf dieser Reise keine Grenzen gesetzt! Erleben Sie die Größen des Chansons: Edith Piaf, Charles Trenet und Jaques Brel. Finden Sie heraus, was Astor Piazzolla (der Schöpfer des Tango Nuevo), George Gershwin und Zarah Leander mit Paris, der Stadt der Liebe und Kunst, verbindet.

 

„...Die Sängerin wechselt spielend die Sprachen, spricht auf Deutsch, zitiert auf Französisch, singt italienisch, englisch, spanisch und reißt die Zuhörer mit in einen Strudel aus Emotionen, Rhythmen, Sprachen und Musikgenres. Das Publikum ist begeistert.“ (Süddeutsche Zeitung)

 

Bettina Ullrich: Gesang, Moderation, Rezitation und Ninon Gloger: Klavier.

 

Es ist eine Veranstaltung im Rahmen des "Kulturfunkens", einer Aktion des Kulturtreibhauses, ermöglicht durch die Possehl-Stiftung. Der Eintritt ist frei, aber Spenden sind willkommen.

10.-16.07.: Der AMEOS Kunstpreis 2021 zeigt gelebte Vielfalt

Bereits zum sechsten Mal hat die AMEOS Gruppe alle künstlerisch tätigen Patient*innen und Bewohner*innen ihrer psychiatrischen Einrichtungen zur Teilnahme am großen Kunstpreis 2021 aufgerufen, erstmalig unter einem Motto: Ich bin einzigartig – genau wie Du!

Aus über 120 Werke aus ganz Deutschland wurden 65 Werke ausgewählt und im März und April sowohl im Hans-Ralfs-Haus auf dem AMEOS Areal in Neustadt als auch online unter www.ameos.eu/kunstpreis2021 präsentiert, jetzt sind sie auch in der Kunsttankstelle zu sehen.

Die Werke zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich und facettenreich das Motto aufgenommen und künstlerisch umgesetzt wurde. Oftmals sind sie Ausdruck individueller Erlebnisse und tiefempfundener Erfahrungen. Viele Bilder des diesjährigen AMEOS Kunstpreises sind emotional stark berührend und weisen in ihrer Mannigfaltigkeit erstaunlicherweise nicht nur auf Ausgrenzung und Abwertung hin, sondern vor allem auf Individualität, Vielfältigkeit, Zuversicht und Hoffnung.

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Im Laufe der Ausstellung hatte eine 5-köpfige Jury aus dem Kunst- und Kulturbereich drei Preisträger*innen ermitteln. Diese bestand aus Martina Feldmann, Künstlerin und Kostümbildnerin, Elmar Gehlen, Künstler, Schauspieler, Bühnenbildner und Regisseur, Barbara Leonhard, Leiterin des Outsider-Museum Schleswig, Saskia De Kleijn, freischaffende Künstlerin und Peter Fischer, Vorsitzender von DefactoArt e.V.

Aber auch die Besucher*innen der Ausstellung hatten wieder Gelegenheit, ihren ganz persönlichen Favoriten zu wählen und auf diese Weise den begehrten AMEOS Publikumspreis zu küren.

Der AMEOS Kunstpreis hat die Intention, den häufig verzerrten Blick auf Menschen mit Psychiatrieerfahrung positiv zu verändern. Durch ihn möchten wir einerseits Haltung gegenüber diskriminierenden Ansichten zeigen und anderseits aktiv eine Diskussion zu Fragen der gesellschaftlichen Vielfalt anstoßen.

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Die Eröffnung ist am 10. Juli 2021 um 17:00 Uhr: Begrüßung durch Anke Kessenich, Leiterin des Hans-Ralfs-Hauses für Kunst und Kultur, Neustadt. Die weiteren Öffnungszeiten sind, Mi.–Fr. 15:00 – 18:00 und Sonntag 11:00 – 16:00 Uhr.

Es gab eine Corona-Pause, aber keinen Stillstand!

Die ausstellungsfreien Monate hat Defacto intensiv genutzt: 18 neue und wunderbar stabile Garagentüren aus Lärchenholz auf der Holstentorseite sind von M. Krieger einzeln eingepasst und angebaut worden. Von den sechs Ateliers dieser Seite sind drei schon ausgebaut und in Betrieb: Hinter filigranen türflügelhohen Gitterfenstern, die Jürgen Gatzke baute, mit denen je eine Tür der ehemaligen Garagen ausgestattet wurde, sind für die neugierigen Touristen schon vom Holstentor zu sehen eine Kunstdrechselei, ein Bandprobenraum, eine Damaszenermesserschmiede und, noch im Bau, das Atelier einer Malerin.

Die Kunsttankstelle entkernte ihre Ausstellungshalle, die einen neuen und hochwassersicheren Estrich sowie eine neue und für den Kunstbetrieb ausgelegte Küche mit Tresen und gemütlichem Ambiente erhält. Im Garagenhof entwickelten sich die kleineren Einzelgaragen zu Ateliers mit besonderem Charme. „Viele dieser für den Verein überaus hilfreichen Erneuerungen und Verbesserungen wären ohne die Hilfe der Possehl- Stiftung nicht möglich gewesen“ freut sich Peter Fischer, der 1. Vorsitzende des Vereins, „Wir werden unter welcher Coronabeschränkung auch immer, in der Kunsttankstelle zeigen, dass wir künstlerisch ein besonderer Standort sind.“

Mittwoch, 22.09: Buchvorstellung Sabine Peters: “Ein wahrer Apfel leuchtete am Himmelszelt”

Sabine Peters, geb. 1961, studierte Literaturwissenschaft, Politikwissenschaft und Philosophie in Hamburg. Neben Romanen, Erzählungen, Hörspielen schreibt sie Essays und Kritiken. Sie wurde schon mit mehreren Buchpreisen ausgezeichnet.

Die Lesung findet statt im Rahmen der ‚Lesereise Schleswig-Holstein - Literarische Begegnungen quer durchs Land‘,  gefördert u. a. vom Programm NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Büchereiverein Schleswig-Holstein und dem Landeskulturverband SH.  

Der Beginn ist um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Am Donnerstag, 07.10.: Jazz mit dem Kollektiv „N“ – Pursuing The Lead II – 2021/22

Mit diesem Konzert – einer Art öffentliche Generalprobe – bereitet sich das Kollektiv auf Tonaufnahmen für eine Debut-CD vor, die an den zwei folgenden Tagen in Lübeck eingespielt werden wird. Das Kollektiv „N“ bevorzugt die freie Improvisation als musikalische Kommunikation miteinander, um- und eingerahmt von einigen Kompositionen motivisch-thematischer Qualität aus der Feder der Ensemblemitglieder.

Die Mitglieder des Ensembles sind weitgereiste Vertreter und eine Vertreterin des europäischen Jazz schlechthin, mit tiefer Verwurzelung in der Historie des Jazz als Musikform des 20. und 21. Jahrhunderts und mit ebenso starken Bezügen zur aktuell-zeitgenössischen europäischen Konzertmusik.

Es wirken mit Susanne Wegener (Stimme, Gesang), Akiro Ando (Kontrabass), Heinz-Erich Gödecke (Posaune), Willi Kellers (Schlagzeug), Theo Jörgensmann (Klarinette), Peter Ortmann (Klavier), Wolfgang Schmiedt (Gitarre) und Jens Tolksdorf (Saxophone). Weitere Informationen sind unter diesem Link oder bei  www.peter-ortmann-jazz.de zu finden.

Der Beginn ist um 20 Uhr, das Ende gegen 22 Uhr. Eintritt 15 €, ermäßigt 10 €.

08.-24. Oktober: Einblicke 2021 - Defacto-Mitglieder zeigen ihre Arbeiten

Die Mitglieder von Defacto Art sind vielfältig: Vertreten sind die Bereiche Malerei und Zeichenkunst, Bildhauerei, Fotografie, Installationen, Lyrik und Handpressendruck, Illustration, Goldschmiedekunst, Keramik, Film und Videokunst. Und wir wollen auch das Geschaffene zeigen, zum Genießen, zu einem sich-Wundern, zum sich-Freuen, zum nachdenklich-Schauen, zum Diskutieren. Vom 08. bis 24 Oktober ist hier die Ausstellungshalle gut gefüllt. Und bei passendem Wetter lässt es sich auf der Freifläche an der Trave mit einer schönen Aussicht gemütlich sitzen, ggf. mit einem Kaffee oder etwas anderem von unserem Tresen.

Die Vernissage war am 08. Oktober um 19 Uhr. Die weiteren Öffnungszeiten bis zum 24. Oktober sind Do./Fr. 15-18 Uhr und Sa./So. 11-16 Uhr, der Eintritt ist frei. Es gelten immer die 3G-Regelungen.

Sie sind wieder da: Kunst gegen Bares am Freitag, 22. Oktober

Und wieder das attraktive KGB! Ein Abend mit (meist) talentierten, immer motivierten, manchmal etwas wahnsinnigen aber niemals langweiligen Künstlern aller Arten, die mit ihren originellen und unvorhersehbaren Beiträgen auch beim Publikum Begeisterung auslösen möchten. Und auch das Sparschwein des Abends wartet wieder auf Gaben. Die Moderation erfolgt in bewährter Weise durch Herrn Gottstein und Herrn  Dworak. Mehr Worte sind nicht nötig!

Der Beginn ist um 19:30 Uhr, zum Eintritt bedarf es 7 Euro und 3G.