2019

Alma Rosé wurde 1906 in Wien geboren und wuchs dort in einer Musikerfamilie auf. In den zwanziger Jahren war sie eine angesehene Geigerin und die Leiterin eines von ihr gegründeten Frauenorchesters. Mit dem Anschluss Österreichs an das 3. Reich wendete sich ihr Schicksal und sie flüchtete mit ihrem Vater nach London. Aus Geldnot heraus nahm sie jedoch noch ein Engagement in den Niederlanden an und verpasste die rechtzeitige Rückkehr nach England. Ein Fluchtversuch endete in Frankreich, sie wurde in das KZ Auschwitz-Birkenau verschleppt. Sie entkam zunächst dem Tod, weil man sie als Musikerin erkannte und ihr die Aufgabe erteilte, das weibliche Lagerorchester zu leiten. Auf diese Weise gelang es ihr, etlichen anderen Frauen das Leben zu retten. Sie selbst starb jedoch 1944 an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung.

 

Die Ausstellung zeigt 18 großformatige Tuschezeichnungen von Michaela Berning-Tournier, die das Leben der Musikerin wiedergeben.

 

Die Vernissage fand statt am Samstag, den 9. November. Die weiteren Öffnungszeiten bis zum 24. November sind Do.-Fr. 14-18 Uhr und Sa.-So. 11-16 Uhr. Der Eintritt ist frei.