Kunst: Wer hier nur an Bilder und Skulpturen denkt, für hunderte oder tausende oder noch mehr €, liegt falsch. Kunst soll unabhängig sein von Größe, Gestaltung und Preis! Und Kunst soll nicht nur auf Ausstellungen in Museen und zu festen Uhrzeiten sichtbar und zu hohen Preisen käuflich  sein. Die Lösung: der Kunstautomat! Seit dem 24.03.2018 gibt es ihn in der Wallstraße 3-5, außen an der Kunsttankstelle. 

4  € kostet es, aus dem Automaten eine zigarettengroße Schachtel zu ziehen. Enthalten sind Arbeiten von Defacto-Mitgliedern und anderen, auch überregionalen Künstlern, zusammen mit einem Beipackzettel.

Erfunden wurden die Kunstautomaten schon vor mehreren Jahrzehnten, und sie haben es schon auf eine Documenta geschafft. „Kunstautomaten entstanden aus der Überlegung heraus, wie wir eine neue Schnittstelle zwischen Künstlern und Kunstinteressierten schaffen können“, schreiben die Erbauer des Lübecker Automaten, und „unser Ziel ist es, durch den Kunstautomaten die Kunst wieder in unser tägliches Lebensumfeld zu bringen“.

Bekannte und weniger bekannte Künstler stellen Unikate oder Kleinstauflagen von Kunstwerken her, welche in eine Schachtel in Zigarettenpackungsgröße passen. Bilder, Plastiken, Keramiken können das sein. Deutschlandweit  gibt es schon viele Kunstautomaten. Hergestellt und angebracht wurde der Lübecker Automat von Andreas Petzke vom Kunsthaus Oschersleben, die Aufstellung hat Inken Kramp vermittelt.

Wenn sie mal in der Gegend sind: Schauen Sie ihn sich an und lassen Sie sich überraschen!

Zu den Kunstautomaten gibt es auch einen kurzen Bericht im ZDF Heute plus und im NDR.

Was Taschenkunst ist:  Die Galerie für Ihre Hosentasche, 54 x 86 mm groß, d. h. im Scheckkartenformat, in der Kunsttankstelle anzuschauen, zu kaufen und zu tauschen. Schülerinnen und Schüler der Julius-Leber Schule und mixed pickles Mädchen und Frauen haben die von Inken Kramp organisierte Veranstaltung bestritten - ein großer Erfolg!

Hier noch das Video von 'Unser Lübeck'

Und hier auch das Video von der Eröffnung

 

Ein Singer-Songwriter-Duo aus Leipzig, bestehend aus Lena Franke und Sascha Hünermund. Ihre Texte handeln von den gesellschaftlichen Wunderlichkeiten der Postmoderne und immer wieder von der Liebe. Dabei wechseln sie farbenfroh zwischen den Instrumenten und arbeiten detailverliebt mal kontrastierende, mal affirmative Klangwelten zu ihren Texten aus. 2015 veröffentlichten sie ihr Debutalbum “Merry Tales”. Ihr zweites Album soll Anfang 2018 erscheinen.

 

 

 

Zum Reinhören: Ein Auftritt Oktober 2015 im Neuen Schauspiel Leipzig oder z. B. 2016, auch in Leipzig

 

 

Im Februar 2018 fand im Landeshaus in Kiel eine Flüchtlings- kunstausstellung statt, die nun im Rahmen des "Interkulturellen Sommers" auch in der Kunsttankstelle zu sehen ist.

Geflüchtete haben ihre Erfahrungen mit Flucht und Ankommen mit künstlerischen Mitteln dargestellt. Ihre Arbeiten und damit ihr Erleben werden nun einem breiten Publikum vorgestellt. Und die 23 Bilder können sich durchaus „sehen lassen“! Es ist zu erkennen, wie viel Hoffnung und Optimismus ausgedrückt werden, obwohl hier auch traumatische Erfahrungen verarbeitet werden.

Die Eröffnung ist am 13.06. um 19.00 Uhr. Die weiteren Öffnungszeiten - bis bis zum 21.06. - sind immer Do/ Fr 15–18 und Sa/So 11-16.00 Uhr. Darüber hinaus ist die Ausstellung geöffnet am Montag 18.06. und Mittwoch 20.06. Der Eintritt ist frei.

Im Februar 2018 zeigte der Zuwan­de­rungs­be­auf­tragte des Lan­des SchleswigHolstein, Ste­fan Schmidt, im Lan­des­haus in Kiel Kunst zum Thema Men­schen­würde, gemalt von Geflüch­te­ten. Die Schau war in Zusam­men­ar­beit mit der „Stif­tung men­schen­wür­di­ges Leben“ und dem Aka­de­mie­zen­trum San­kel­mark kon­zi­piert wor­den und basiert auf der Aus­stel­lung „Ein­sich­ten–Aus­sich­ten“, die Geflüch­tete im Herbst 2017 im Chris­tian Jen­sen Kol­leg in Bre­klum rea­li­siert haben.

Am Eröffnungstag werden in der Kunsttankstelle Stefan Schmidt (Zuwanderungsbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein), Ingrid von Hänisch (Stifterin) und Barbara Kirsch (Künstlerische Leiterin des Projektes) anwesend sein. Veranstalter ist der Schleswig Holsteinische Landtag - Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen - und die "Stiftung menschenwürdiges Leben".

Das Begleitheft zu der Ausstellung im pdf-Format finden Sie hier.

 

Für ein Kind, das in einem Elternhaus aufwächst, welches in der Einsamkeit des Teutoburger Waldes liegt, wird der Wald zum Lebensraum. Auf diese Weise hat Maike Tournier schon als kleines Mädchen aufmerksam alle Einzelheiten ihrer natürlichen Umgebung erkundet und eine eigene Art der Naturbeobachtung entwickelt. Insbesondere Kleinstlebewesen fesselten früh ihr Interesse. Frösche, Molche, Libellen(-larven), Käfer, Raupen, Ameisen, Schnecken, Würmer etc. beschäftigten sie besonders. Jedes Blatt wurde gewendet, jede Brennnessel untersucht, der Teich aufmerksam beobachtet.

 

Diese Leidenschaft verließ Maike Tournier auch nicht als Erwachsene. Sie begann zu fotografieren. Wer mit ihr den Wald betritt, erlebt die Welt unter der Lupe. Sie macht mit ihren Makro Aufnahmen sichtbar, was für viele Waldspaziergänger unsichtbar bleibt und fasziniert durch ungewöhnliche und überraschende Perspektiven.

 

Die Ausstellung wird am 05.10. um 19 Uhr eröffnet. Die weiteren Öffnungszeiten bis zum 14.10. sind Do./Fr. 14 - 18 Uhr und Sa./So. 11 - 16 Uhr.