Angel Baldovino wurde 1929 in Buenes Aires (Argentinien) als jüngster von drei Söhnen einer einfachen italienischen Einwandererfamilie geboren. Er studierte dort mehrere Jahre Kunst, verließ dann aber vorzeitig die Akademie und bildete sich privat weiter. Er machte sich bald einen Namen und lebte in Venedig. In den siebziger Jahren zog es ihn wieder nach Argentinien zurück, er flüchtete dann aber bald vor der Militärdiktatur nach Mallorca, wo er mit Unterbrechungen bis heute lebt. Die Zahl seiner Ausstellungen ist eindrucksvoll.

Seine Malerei der letzten 20 Jahre war durchdrungen von der Welt der Träume und Illusionen. Seine Bilder drücken das immaterielle, ätherische aus, sie deuten Träume eines magischen Weltszenarios an, immer auf der Suche nach dem verborgenen Sinn der Dinge, des Welt des Unbewussten und auf der Suche nach absoluter Schönheit, die jenseits der Realität liegt. 

Baldovino arbeitet zwischen Abstraktion und Figuration. In seinen figurativen Bildern nahm er naturalistische Motive auf, die ein Gefühl der Unwirklichkeit vermitteln. In einigen Werken, findet man erkennbare Elemente: Fische, Schmetterlinge. Er präsentiert uns Bilder in leuchtenden Farben und intensiven Schattierungen, die unsere Gefühle ansprechen. »Malerei ist wie ein offenes Herz: Ohne Zuneigung, Aufrichtigkeit und Geist könnten Magie und die Verklärung der Materie in der Kunst nicht gelingen.«

Zur launigen, mit Musik bestückten Vernissage erschien der muntere 89-jährige Künstler mit Tross und Familie aus Mallorca. All seine Bilder waren allerdings durch einen Logistikfehler der Spedition von Mallorca nach London und von dort wieder zurück verfrachtet worden, anstatt in Lübeck zu landen. Bis zuletzt hatten alle vergeblich auf die Bilder gehofft. Angel Baldovino war über die Gastfreundschaft hoch gerührt. Allerdings fiel nun die Ausstellung leider aus.

Weiteres ist auf seiner eigenen Website zu finden.

Am 02.08. schrieben dazu die Lübecker Nachrichten.